Der Privatverkauf eines Autos zieht Betrüger an – systematisch und organisiert. Die häufigsten Maschen sind verblüffend einfach und funktionieren, weil die Opfer unter Zeitdruck stehen oder den scheinbar lukrativen Deal nicht verpassen wollen.

Die sieben häufigsten Maschen

  1. Scheckbetrug: Ein gefälschter Scheck wird vorgelegt. Der Käufer nimmt das Auto mit, der Scheck platzt – und Sie stehen ohne Geld und ohne Auto da.
  2. Gefälschte Überweisungsbestätigung: Der Käufer zeigt Ihnen eine gefälschte Überweisungsbestätigung auf seinem Handy. Das Geld ist nicht unterwegs.
  3. "Versehentliche" Überzahlung: Der Käufer überweist mehr als vereinbart und bittet Sie, die Differenz zurückzuschicken. Nachträglich wird die Überweisung storniert.
  4. Auslandsüberweisung: Sie sollen einen Teil des Kaufpreises ins Ausland überweisen – angeblich wegen Zoll, Steuern oder Gebühren.
  5. Probefahrt-Betrug: Der Käufer fährt zur Probefahrt und kommt nicht zurück.
  6. Falsche Identität: Der Käufer zeigt einen gefälschten Ausweis und unterzeichnet mit falschem Namen.
  7. Fake-Käufer mit Begleitperson: Der Käufer drängt während des Verkaufs und lenkt Sie ab, während eine zweite Person Bargeld entwendet.
Nie in Eile verkaufen
Der häufigste Fehler ist, unter Druck zu verkaufen. Betrüger nutzen Zeitdruck systematisch. Nehmen Sie sich Zeit, prüfen Sie jede Zahlung, und lassen Sie sich nicht hetzen.

Die goldene Regel: Nie das Fahrzeug vor bestätigtem Geldeingang übergeben

  • Barzahlung: Nur echte Scheine akzeptieren, im Zweifel auf der Bank einzahlen.
  • Überweisung: Bestätigung der Bank abwarten – nicht dem Handy des Käufers vertrauen.
  • Sofortüberweisung: Nur mit PIN/TAN-Gerät des Käufers und nach Prüfung im eigenen Onlinebanking.
  • Kein Scheck, keine Auslandsüberweisung, keine Kryptowährung.

So schützen Sie sich praktisch

  • Fahrzeug nur an einem sicheren Ort übergeben (z. B. Bankfiliale oder Polizeidienststelle).
  • Käufer immer begleiten bei der Probefahrt – nie ohne Ausweis.
  • Ausweiskopie des Käufers anfertigen und im Kaufvertrag notieren.
  • Kaufvertrag mit allen Details, Unterschrift und Datum.
  • Kein Kaufvertrag bei unvollständiger Zahlung.

Warum der gewerbliche Ankauf das Risiko vollständig eliminiert

Alle diese Risiken entfallen, wenn Sie an einen gewerblichen Ankäufer verkaufen. Der Ankäufer ist im Impressum greifbar, hat einen Ruf zu verlieren und zahlt in der Regel per Sofortüberweisung oder Barzahlung mit sofortiger Quittung. Kein Scheck, keine Auslandsüberweisung, kein Betrugsversuch.

Für viele Verkäufer ist genau das der ausschlaggebende Grund, den etwas niedrigeren Preis des gewerblichen Ankaufs zu akzeptieren – die Sicherheit ist den Unterschied wert.